Das Konzept

Im Moment ist der gesamte Erbstollen Park umzäunt und dem Vereinssport vorbehalten. Das soll sich ändern.

Der östliche Teil des Parks – hier liegt im Moment der Tennenplatz – soll der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden und viele verschiedene Sportgelegenheiten und Freizeitangebote bieten. Wir wünschen uns, dass der Zugangsbereich im Norden (Heinrich-König-Straße) neu gestaltetet wird. Momentan befinden sich hier Glas- und Papiercontainer, ein Taxihalteplatz und ein gesperrter Kinderspielplatz. Nach unserer Vorstellung entsteht hier ein einladendes Portal, welches entlang des „Red Ribbon“ in einen neuen, für alle nutzbaren (inklusiven) Spielplatz übergeht. In Richtung Süden folgt die barrierefreie Trimm-Dich-Promenade, an denen Sportgelegenheiten und Freizeitangebote für Jung und Alt liegen: auf der einen Seite ein Kleinspielfeld für alle gängigen Ballsportarten, auf der anderen Seite Möglichkeiten für Bewegung und Koordination. Weiter südlich mündet die Promenade in einen Bouleplatz und ein Beachvolleyballfeld. Am Ende dieser Nord-Süd Achse geht der Park in das Weitmarer Holz über.

  • Der "Red Ribbon "in Qinhuangdao

Der jetzige Naturrasenplatz im Westen wird damit zum einzigen Großspielfeld, das dem organisierten Fußball bleibt. Der Rasen wird von den Fußballern sehr geliebt, ist jedoch nicht mehr als drei oder vier Monate im Jahr (500 Stunden) lang nutzbar. Er muss daher durch einen Kunstrasenplatz ersetzt werden, denn mit keinem anderen Spielfeldbelag lässt sich unser Bedarf an Trainings- und Wettkampfzeiten – 2.000 Stunden pro Jahr – decken.

Das Clubhaus von Weitmar 09 wird zum Zentrum und Treffpunkt des gesamten Erbstollen Parks.

Gibt es Vorbilder für Sportgelegenheiten?

Natürlich.

Konzeptionell und gestalterisch ist das „Athletic Exploratorium“  von keingart im dänischen Odense ein großes Vorbild. Dort wurde eine nicht mehr genutzte Leichtathletikanlage mit Großspielfeld komplett umstrukturiert und fast alle klassischen leichtathletischen Disziplinen wurden auf atemberaubende Art und Weise in neue Zusammenhänge gebracht.

Die Umgestaltung einer Mülldeponie in einen Freizeitpark ist ein weiteres Vorbild. Das gestalterische Leitmotiv dieses Projekts im chinesischen Qinhuangdao war ein „Red Ribbon“ durch die Landschaftsplaner von Turenscape genanntes rotes Landschaftsmöbel aus Stahlfasern, auf dem man sitzen, liegen, toben, musizieren, singen oder sich fotografieren lassen kann. Ein solch verbindendes Element wünschen wir uns auch für den Erbstollen Park.

  • Athletic Exploratorium

Für die Wege und Boulevards halten wir Elemente der Stadtentwicklung wie in Superkilen – geplant von BIG – für beispielhaft. Mit Mut, Farbe und Elementen aus den 62 verschiedenen Herkunftsländern der Bewohner dieses dicht besiedelten Teils von Kopenhagen entstanden hier Boulevards, die nicht nur von A nach B führen, sondern „reich an Gleichzeitigkeiten“ sind – hier passiert an jeder Stelle etwas anderes. Vielleicht können wir ja die Partnerstädte Bochums animieren, auf ähnliche Weise als „Stifter“ an diesem Projekt mitzuwirken.